Winfried Glatzeder (als Jedermann) Winfried Glatzeder wurde 1945 in Zoppot bei Danzig geboren. Er wuchs in Ostberlin auf. Nach dem Abitur und der Berufsausbildung zum Maschinenbauer studierte er an der Deutschen Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Das Schauspielstudium schloss er mit einer Diplomarbeit über die Gestaltung der Clownsfiguren in Shakespeare-Komödien ab. Nach dem ersten Engagement am Hans-Otto-Theater Potsdam ging er an die Volksbühne in Ostberlin, deren Ensemblemitglied er bis 1978 war. Die DEFA nahm ihn unter Vertrag; in mehr als 20 Kino- und Fernsehfilmen wurde Glatzeder in den 70er Jahren in der DDR neben seiner Theaterarbeit einem größeren Publikum bekannt. Die Kinofilme "Die Legende von Paul und Paula" und "Till Eulenspiegel" hatten ein Millionenpublikum. Nach der Ausbürgerung aus der DDR zog er 1982 mit seiner Familie nach West-Berlin und wurde am Schillertheater engagiert. In den Jahren 1982 bis 1986 spielte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen wie "Rosa Luxemburg", Regie: Margarethe von Trotta; "Vergeßt Mozart", Regie: Slavco Luther; "Bali", Regie: Istvan Szabo, "Hotel Excelsior", Regie: Nenad Djapic u. a. Von 1986 bis 1996 war er ständiger Gast am Düsseldorfer Schauspielhaus. Ab 1997 spielte er unter anderem am Theater am Kurfürstendamm, in der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg, der Komödie Dresden und am Theater im Rathaus in Essen. Mit den Komödien "Mein Freund Harvey", "Pension Schöller", "Freunde zum Essen", "Treue, oder der Hochzeitstag" gab es Theatertourneen durch ganz Deutschland. Seit 1971 bis heute spielte Glatzeder in mehr als 100 Kino- und Fernsehfilmen. Seine Auftritte in zahlreichen Erfolgsserien, nicht zuletzt als "Tatort"-Kommissar Ernst Roiter bescherten ihm zusätzliche Popularität. Seine Autobiographie "Paul und ich", im Frühjahr 2008 beim Aufbauverlag erschienen, schaffte es auf die Spiegel-Bestseller Liste. Bei der Frankfurter Buchmesse wurde gerade sein gleichnamiges Hörbuch vorgestellt. Winfried Glatzeder spielt 2008 zum ersten Mal die Titelrolle „Jedermann“ bei den Berliner Jedermann- Festspielen. |
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